Vereinsgeschichte des Oekumenischen Hospizdienstes Buchholz e.V.

Gründung und Vorstände
Der Verein wurde am 1. Februar 1995 gegründet von Buchholzer Frauen und Männern, die eine der ersten Befähigungskurse zu Hospizhelferinnen und Helfern nach dem Celler Modell „Verlass mich nicht, wenn ich schwach werde“ durchlaufen hatten.
Das Celler Modell ist entstanden aus dem Projekt “Sterbende begleiten – Seelsorge in der Gemeinde“ im Auftrag der vereinigten Evangelisch Lutherischen Kirche.
Ziel des Vereins sollte es sein, Schwerkranken, Sterbenden und ihren Angehörigen, sowie Trauernden beizustehen.
Auf der Gründungsversammlung wurde der Rechtsanwalt H.-P.Vonneguth Interimsvorstand. Er sorgte für die Eintragung des Vereins und die Anerkennung der Gemeinnützigkeit.
1996 wurde der erste Vorstand mit Herrn Prof. Dr. Hermanns, Bärbl Siebel, Eckhard Rienow, Renate Krüger und Pastor Koepp gewählt.
Dem Verein wurde in den ersten Jahren eine gute Struktur gegeben. Es wurde Öffentlichkeitsarbeit gemacht, weitere Fördermitglieder wurden geworben, Richtlinien und Auswahlkriterien für die ehrenamtlich aktiven Begleiterinnen erarbeitet. Es mussten Versicherungen abgeschlossen, sowie Fortbildungen organisiert werden. 1997 wurde einmal wöchentlich eine öffentliche Sprechstunde in der Oase der Christuskirche eingerichtet.
Der Verein trat der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz Niedersachsen (LAG) und der Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz, heute Deutscher Hospiz- und Palliativ Verband e.V. (DHPV), bei.
1998 Vorstand Prof. Hermanns, Bärbl Siebel, Renate Krüger (Schriftführerin), Eckhard Rienow (Schatzmeister), Jutta Rennwald.
2000 - 2004 Vorstand Sieglinde Winterstein, Cornelia Kessler, Renate Krüger, Eckhard Rienow, Pastorin Katharina Behnke.
2004 - 2010 Vorstand Sieglinde Winterstein, Heike Riemann, Renate Krüger, Eckhard Rienow, Marie-Luise Falderbaum, Jutta Rennwald.
2006 verlässt M.-L. Falderbaum den Vorstand und seit 2008 unterstützt Wilfried Bolte als Beisitzer den Vorstand. 2009 erster Info-Brief für die Vereinsmitglieder durch Wilfried Bolte. 2010 verlässt Wilfried Bolte den Vorstand.
2011 - 2012 Jutta Rennwald verlässt 2011 den Vorstand. Sophie Denkeler wird zur Beisitzerin gewählt.
2014 - 2016 arbeitet sich Sigrid Lauritzen als Beisitzerin in die Aufgaben des Schatzmeisters ein, die Eckhard Rienow 2016 nach 20-jähriger Tätigkeit abgeben möchte.

Ausbildungen
2002 bildeten Frau Thomas und Herr Thunert HospizhelferInnen nach dem Celler Modell aus.
2005 gemeinsame Ausbildung ehrenamtlicher HospizhelferInnen mit dem Hospizdienst des Herbergsvereins in Tostedt. Es bildeten aus Frau Winkler-Milatz, Frau Pastorin Stahlmann-Wendt, Frau Thomas und Herr Thunert.
2007 erneut gemeinsame Ausbildung mit Tostedt durch Frau Winkler-Milatz und Frau Thomas.
2008 Helga Oberthür beendet die Ausbildung zur Kinder-Hospizbegleiterin durch den Kinderhospizdienst Löwenherz/Bremen. 2011 Monika Kroll und Marlies Hendriks.
2009 erneute Ausbildung ehrenamtlicher HelferInnen in Buchholz durch Margrit Nackenhorst und Pastor Wahlmann.
2012 Ausbildung ehrenamtlicher HospizhelferInnen durch Mareike Fuchs und Margrit Nackenhorst.

Supervision
2001 beendete Frau Thomas aus persönlichen Gründen ihre Tätigkeit als Supervisorin. Frau Bertine Kessel übernahm die Supervision der aktiven Gruppe.
2008 - 2012 Supervision durch Astrid Kuhlmann.
Seit 2013 Supervision durch Brigitte Rauch-Linder.

Trauergruppe und Trauertreff
Frau Thomas und Pastor Wahlmann boten über den Verein jedes Jahr eine Trauergruppe über 10 Abende an. Im Februar 2009 verstarb Roswitha Thomas plötzlich und unerwartet. Es muss sich erst wieder ein neues Leitungsteam finden.
2010 - 2012 Trauergruppe über jeweils 10 Abende mit Pastor Wahlmann und der Psychologin Frau von Spee.
Seit 2009 hat der Hospizdienst an jedem dritten Sonntag von 15.00 bis 17.00 Uhr einen Trauertreff eingerichtet. Ehrenamtliche HelferInnen stellen Raum und Zeit zur Verfügung.
Seit 2012 findet der Trauertreff im Paulus–Gemeindehaus statt.

Verknüpfung mit Stiftung und stationärem Hospiz
Im Jahr 2001 entstand mit Hilfe des Oekumenischen Hospizdienstes e.V. ein Initiativkreis zur Gründung eines stationären Hospizes.
Bereits 2003 konnte die Bürgerstiftung Hospiz Nordheide gegründet werden, mit dem Ziel der finanziellen Absicherung der Hospizbewegung des Landkreises Harburg und besonders des stationären Hospizes. Am 3. November 2005 wurde das stationäre Hospiz Nordheide eröffnet.
Der Oekumenische Hospizdienst Buchholz e. V. ist Mitgesellschafter der Hospiz Nordheide gGmbH.
2006 hat der Oekumenische Hospizdienst Buchholz e.V. den Hospiz- und Palliativstützpunkt Harburg / Stade auf Anregung des niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit mitbegründet.
2005 bis Anfang 2013 wurde die Sozialpädagogin Mareike Fuchs für das stationäre Hospiz und als hauptamtliche Koordinatorin für unseren ambulanten Hospizdienst eingestellt. Diese Stelle wurde refinanziert nach § 39a SGB V.

Die Krankenschwester Heike Riemann, die seit 2004 Mitglied des Vorstands ist, bildete sich zur Palliativ-Care-Schwester und Koordinatorin fort. Sie nimmt diese Aufgaben ehrenamtlich für den Verein wahr. Die Organisation der Gruppen- und Supervisionstermine lagen bis 2011 in der Hand von Margrit Nackenhorst.
Ab 2013 wird die Sozialpädagogin Svenja Weisemöller mit einer halben Stelle für das stationäre Hospiz und einer halben Stelle für den Oekumenischen Hospizdienst Buchholz e.V. Nachfolgerin von Mareike Fuchs, die die Leitung des Hospizes „Leuchtfeuer“ in Hamburg übernimmt.

2013 besteht die Bürgerstiftung Hospiz Nordheide 10 Jahre.
2015 besteht das Hospiz Nordheide gGmbH 10 Jahre.
2015 besteht der Oekumenische Hospizdienst Buchholz e.V. 20 Jahre.

Heute ist der Verein für seine Vereinsziele gut aufgestellt. Er hat sich entsprechend den Anforderungen der Hospiz- und Palliativbewegung in unserer Gesellschaft immer wieder weiterentwickelt.

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